Die Kieninger Firmengeschichte

Als Joseph Kieninger am 01. Juni 1912 mit 1.400 Reichsmark Geschäftseinlagen den ersten Eintrag in sein Cassa-Buch vornahm, legte er damit den Grundstein für eine beeindruckende Firmengeschichte.Von Beginn an setzte Joseph Kieninger auf höchste Qualität, ein Merkmal, das die Philosophie der gesamten Firmengeschichte kennzeichnet. Kein Uhrwerk verließ die Firma, bevor er es nicht persönlich geprüft hatte. Die Zuverlässigkeit und Qualität der Produkte sorgte schnell für wachsende Nachfrage. Bereits im Januar 1913 beschäftigte Kieninger 18 Arbeiter. Gegen Ende der Zwanziger Jahre war das ursprüngliche Wohnhaus für die wachsende Familie Kieninger zu klein geworden. So baute man 1931 auf dem Firmengelände ein repräsentatives Wohnhaus, das genug Raum für mehrere Generationen bot. Das für damalige Verhältnisse hochmoderne Gebäude mit großen Fenstern und Bad wurde im Volksmund „Villa Kieninger“ genannt.

 

1932 begann Kieninger, Feinmessgeräte für die Firma Carl Mahr in Esslingen zu bauen. Für die Herstellung der messtechnischen Instrumente galten weitaus anspruchsvollere Toleranzen, was auch der Präzision bei der Uhrwerkefertigung zugute kam.Eine sehr präzise Teilefertigung vereinfachte auch den Zusammenbau der Uhrwerke erheblich: Die Einzelteile mussten nicht mehr eingepasst werden und konnten jetzt auch durch angelernte Kräfte montiert werden. Der neue Produktionszweig sicherte im Zweiten Weltkrieg das Überleben der Firma. Da messtechnische Instrumente für die Rüstungsindustrie gebraucht wurden, wurde die Firma als kriegswichtiger Betrieb eingestuft.

 

Nach dem Tod des Vaters 1936, hatte inzwischen Wilhelm Kieninger gemeinsam mit seinen beiden Brüdern Josef und Fritz die Geschäftsführung übernommen. Auf Betreiben von Carl Mahr konnte er 1939 nach nur zwei Monaten an der Front wieder in die Firma zurückkehren. So konnte die Produktion auch unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt werden. 1939 arbeiteten 78 Mitarbeiter im Unternehmen, darunter 18 Frauen. Von den 60 Männern wurden 29 über die Kriegsjahre hinweg einberufen – acht von ihnen kehrten nicht wieder aus Krieg oder Gefangenschaft zurück. Kieninger versuchte den Arbeitskräftemangel durch Heimarbeit und Dienstverpflichtung von Frauen auszugleichen. Gleichzeitig erhöhte man die Arbeitszeit. Während vor dem Krieg 48 Stunden in der Woche gearbeitet wurden, erhöhte man zu Beginn des Krieges auf 54 Stunden, später sogar auf 60 Stunden. Bis 1941 durfte die Firma noch Uhren fürs Inland produzieren und verkaufen. Und sogar bis 1943 lieferte Kieninger noch Uhren ins Ausland, vorwiegend nach Nordeuropa. Obwohl Stromengpässe und Materialbewirtschaftung die Produktion erheblich behinderten, vermerkte die Geschäftsführung in ihren Büchern stolz, dass die Firma auch im Krieg immer ihren Lieferverpflichtungen nachgekommen sei.

 

1975 war die Firma auf über 200 Mitarbeiter angewachsen. Stolz berichtet Gottfried Kieninger auf der Betriebsversammlung über ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 1974. Doch 1975 zeichnete sich eine Trendwende in der allgemeinen Wirtschaftslage ab. Zum ersten Mal seit Beginn des Wirtschaftswunders in den 50er Jahren stieg die Zahl der Arbeitslosen über die magische Marke von 1 Million. Die Bundesrepublik erlebte die schwerste Wirtschaftskrise ihrer bisherigen Geschichte. Die Ära der Vollbeschäftigung ging zu Ende. Wegen der weltweiten Wirtschaftsflaute musste Kieninger die Produktion von Messgeräten reduzieren. Man versuchte die freigewordenen Arbeitskapazitäten im Uhrensektor einzusetzen und ahnte damals noch nicht, welches Schicksal die Uhrenindustrie heimsuchen würde.

 

Nach wie vor konzentrierte sich Kieninger auf die Weiterentwicklung der mechanischen Uhrwerke. Man tüftelte an der Verbesserung der Ganggenauigkeit und einer Erhöhung der Gangreserve. Doch eine möglichst präzise Zeitmessung erforderte aufwendige Feintechnik mit hochwertigen Materialien und war entsprechend teuer. Als in den 1970er Jahren die neuen Quarzuhren eingeführt wurden, war Zeitgenauigkeit plötzlich billig zu haben.

 

Schlagartig war Uhrmacherkunst für die Genauigkeit eines Zeitmessers nicht mehr relevant und mechanische Uhrwerke out. Das Gros der Schwarzwälder Uhrenbetriebe versuchte sich dem Trend anzupassen und stellte die Produktion auf Quarz um. Doch als 1975 Billigprodukte aus Fernost den Markt überschwemmten, mussten viele Uhrenunternehmen Konkurs anmelden. Heute existieren nur noch wenige Uhrenfirmen und Manufakturen, die mechanische Großuhrwerke herstellen.

 

Kieninger überstand das Krisenjahr 1976 relativ gut, indem die Firma nun auch elektronische Feinmessgeräte für die Firma Feinprüf in Göttingen produzierte. Parallel dazu hielt das Unternehmen trotz aller Turbulenzen am ursprünglichen Konzept fest und fertigte weiter technisch anspruchsvolle, hochwertige mechanische Uhrwerke und Uhren. Die Neuvorstellung 1975 des HT-Kaliber Kettenzugwerks mit Westminsterschlag auf Tonröhren war ein sichtbares Ergebnis.

 

Heute fragen vor allem ausländische Märkte nach hochwertigen mechanischen Uhren. In Asien gelten Stand- oder Wanduhren als Statussymbol. Großuhren sind wieder im Kommen, auch wenn der ursprünglich praktische Nutzen von Tisch-, Wand- oder Standuhren in den Hintergrund getreten ist. Dafür hat ihre dekorative Bedeutung in den letzten Jahren enorm zugenommen.

 

Als attraktive hochwertige Einrichtungsgegenstände schmücken sie die Wohnung. Was heute fasziniert, ist die Ästhetik der uhrmacherischen Mechanik – und als tragendes Element im Design präsentiert sie sich gut sichtbar. Was würde auch sonst – abgesehen vom Preis – ein mechanisches Uhrwerk von einem Quarzwerk unterscheiden, wenn alles im Uhrgehäuse verborgen bliebe. Der Uhrenfreund möchte heute tief in den Mikrokosmos ineinandergreifender Zahnräder schauen und sich an der Verbindung von Technik und Ästhetik erfreuen.

 

 

100jähriges Jubiläum

 

…bietet Kieninger die ganze Bandbreite seiner Uhrentechnik und ein stilistisches Spektrum von klassischem bis zu modernem Design in einer weltweit einzigartigen Kollektion an Stand-, Wand- und Tischuhren. Besondere ästhetische und technische Highlights sind dabei die beiden speziellen Jubiläumsmodelle: der als Monatsläufer konzipierte Präzisions-Sekundenpendel-Regulator 2580-96-01 und die designbetonte Tischuhr mit Sekunden-Tourbillon 1266-95-04. Diese uhrmacherischen Spitzenleistungen in der Kieninger-Kollektion versinnbildlichen die immer präsente Firmenphilosophie des Unternehmens: Die Verbindung von exklusivem Design mit anspruchsvoller Mechanik. Höchstwertige Uhrwerke aus eigener Herstellung mit einer Vielfalt an technischen Raffinessen und Komplikationen erfüllen höchste Ansprüche. In Verbindung mit allerfeinsten Uhrengehäusen entstehen Kunstobjekte mit Funktion – attraktive Blickfänge für jeden Wohnraum.

 

 

 

100 Jahre Meisterstücke deutscher Uhrmacherkunst spornen dazu an, das über Jahrzehnte gesammelte fundierte Wissen mit Leidenschaft und Kreativität auch in Zukunft zu nutzen und weiterhin „Zeit in ihrer schönsten Form“ zu präsentieren.

 

 



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